Das schmalblättrige Weidenröschen

Das schmalblättrige Weidenröschen

Mal wieder ein Fall für die Kategorie (sogenanntes) „Unkraut“.

Ich habe gelesen dass viele Leute dieses Kräutchen vernichten, da sie diese Pflanze nicht kennen.

Wir haben das schmalblättrige Weidenröschen im eigenen Garten (zwischen den Brombeeren), und ich habe es stehen lassen, weil es eine super Insektenweide ist.

Nun habe ich beiläufig von einer Freundin erfahren dass man daraus super Tee herstellen kann, und dann im Internet nachgesehen was es sonst noch so alles bietet:

 

 

Laut der Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen von Herrn Fleischhauer, enthalten 100g essbare Anteile des schmalblättrigen Weidenröschchens 351 mg Vitamin C (mehr als Zitronen).

Auch die Werte für Magnesium, Calcium können sich sehen lassen, und Eisen ist auch drin.

Die Hauptblütezeit ist von Juni/Juli bis August.

Es wächst kerzenartig als Pionierpflanze, bevorzugt auf kahlgeschlagenen Flächen, an Böschungen, Felsen und Schutthäufen, am Wegesrand, Waldrand oder nach Waldbränden.
Letzteres brachte ihm auch den Namen Fireweed ein.

Es wächst am Liebsten dort, wo die Bedingungen eigentlich schwierig sind, z.B. auch an Feldrändern und Christbaumschonungen wo kräftig gespritzt wird.
Solltet Ihr also vorhaben welches sammeln zu wollen, würde ich persönlich von Standorten abraten an denen Gift im Einsatz ist.

Hier und da habe ich gelesen dass aus Teilen dieser Pflanze Kerzendochte, Fischernetze und Wolle hergestellt wurden.
Wieder was dazu gelernt!

Verwenden kann man Blüten, Blätter, Stengelmark und Wurzeln.

In der Volksheilkunde wurde und wird es u.a. eingesetzt bei:

Kopfschmerzen, Migräne, Frühjahrsmüdigkeit, Halsdrüsengeschwulst, Einschlafproblemen, Magen- und Darmerkrankungen, Prostata-, Blasen- und Nierenerkrankungen, und zur Entschlackung.

Des Weiteren wird ihm nachgesagt dass es blitzabweisend und Gehirn „beleuchtend“ wirken soll.

Einige weitere, interessante Infos (wie beispielsweise Tinkturherstellung und Tipps zum Räuchern) gibt es z.B. hier:

http://www.celticgarden.de/2013/08/schmalblattriges-weidenroschen-epilobium-angustifolium/

oder hier weitere Rezepte:

https://www.kraeuter-entdecken.de/kr%C3%A4uter-des-monats/weidenr%C3%B6schen/

Als Tee gibt es verschiedene Rezepte.

Entweder als koptischer Tee

https://deutschpokomi.wordpress.com/tag/ivan-tee/

oder auch ganz schlicht, einfach und schnell:

2 TL getrocknetes oder frisches Weidenröschenkraut mit einer Tasse Wasser (ca. 250 ml) aufgiessen und 10 Minuten ziehen lassen.

 

In dem Buch von Elfie Courtenay „Heilkräuter“ ist das kleinblütige Weidenröschen beschrieben, und wie man daraus Tee und Tinktur herstellt. Es soll entzündungs- und schmerzhemmend wirken, bei Harnverhalten und Prostataleiden helfen, sowie bei Nieren- und Blasenerkrankungen gut sein.

 

 

Mein Fazit:

Super Pflanze für Naturheilkunde-Fans, Blumen- und Bienenfreunde, Selbstversorger und Genießer, aber auch in der Krise ein vielseitiges Lebensmittel das man kennen sollte.

 

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