Tipps für eine erfolgreiche Ernte

Tipps für eine erfolgreiche Ernte

Sicherlich seit Ihr bei dem schönen Wetter und den aktuellen Temperaturen auch wieder im Garten, und setzt das um, was Ihr im Winter bei einer heißen Tasse Tee in der kuschelig, warmen Stube geplant habt.

Damit es mit der Ernte auch dieses Jahr wieder klappt, hier eine Übersicht, an was gedacht werden sollte.

Wichtig ist z.B. die…

Artenvielfalt, da diese nicht nur wertvolle Regenwürmer anlockt, sondern auch Schädlinge vertreiben kann – später dazu mehr (siehe unten).

Keine Anwendung von Schädlings- oder Unkrautvernichtungsmitteln, da diese 1. in die Nahrungsmittelkette oder 2. ins Wasser übergehen können, und 3. teilweise für die Artenvielfalt (biologisches Gleichgewicht) nicht sehr förderlich sind.

Sollte man den Garten noch nicht so gut kennen, empfiehlt sich eine Bodenprobe. Ich glaube ich habe schon mal erwähnt dass meine Schwiegeroma jedes Jahr mehrfach kräftig mit Blaukorn gedüngt hatte, und trotzdem (oder gerade deshalb) schlappes Gemüse erntete. Schuld war eine riesige Menge an Phosphor und Kali, die nach Aussage meiner Lehrerin an der AELF-Schule für 10 Jahre ausreichend gewesen wäre. Die Probe hatte ich zum Analab Taubmann gebracht. Wenn Du sowas in Deiner Nähe suchst (obwohl Versand bestimmt auch geht), vielleicht „im Örtlichen“ das Wort >Analytik< eingeben. Weiterführende Details zum Thema „Düngen“ hier: Link.

Da sich Stickstoff nicht so lange im Boden hält wie andere Nährstoffe, ist es vielleicht hilfreich etwas Hornmehl einzuarbeiten. Alternativ (bzw. zusätzlich) wäre es natürlich optimal eigenen Kompost einbringen zu können – das schwarze Gold des Gärtners. Etwa drei Liter Reifkompost pro m² sind laut unserer Tageszeitung ausreichend für eine Volldüngung (pro Jahr).

Ist der Boden nicht abgedeckt, trocknet er schneller aus. Daher wird empfohlen zu Mulchen. Früher kannte ich nur Rindenmulch, der oft sauer roch und zahlreichen, kleinen Mückchen als Heim diente. Mit Mulchen ist jedoch vielmehr gemeint, den offenen Boden mit unverrottetem, organischen Material wie z.B. Rasenschnitt zu schützen. Außerdem freuen sich die Regenwürmer, die tolles Fressen finden um es in Ihre Tunnels zu ziehen, was wiederum als Dünger fungiert, egal ob es nur so zu Humus wird, oder von den Würmern in Dünger verwandelt wird. Durch geringeren Lichteinfall soll auch Unkraut weniger Chancen haben. Vielleicht gilt das für Rindenmulch, ich habe nämlich noch nichts davon gemerkt. Die Nacktschnecken freut es, weil ich sie dann schlechter sehe 🙂

Auch die Beachtung von Aussaat- und Pflanzterminen ist wichtig. Wird beispielsweise jetzt ein Waldmeister gesät, wird es dieses Jahr nichts mehr mit Ernte, da er zu den Frostkeimern gehört. Also: fleißig Saatgutpackungen lesen, und ggf. im voraus schon im Kalender eintragen wann was dran ist. Eventuell auch noch nach Mondphasen richten – und/oder den Gärtner beim Pflanzenkauf befragen. Eisheilige sind dieses Jahr etwa Mitte Mai.

Damit der Boden nicht ermüdet, und Schädlinge es schwerer haben, empfiehlt sich regelmäßiger Fruchtwechsel. Da jede Pflanze ihre Lieblingsstoffe aus dem Boden zieht, und teilweise auch Stoffe abgibt, wird der Nährstoffgehalt einseitig ausgezehrt/angereichert. Deshalb: Fruchtwechsel beachten.

Gute Nachbarn, schlechte Nachbarn. Nein, ich meine nicht den Bewohner des Hauses nebenan. Für Möhren sind z.B. Zwiebeln gute Nachbarn. Nicht nur im Eintopf passen sie gut zusammen, auch im Beet, da die Möhrenfliege Zwiebeln überhaupt nicht riechen mag. Schnittlauch und Knoblauch sollen hilfreich gegen Pilzerkrankungen sein.

Lockt man Nützlinge an, z.B. indem man Sommerblumen zwischen die Kulturpflanzen sät, erledigen diese lästige Schädlinge. Beispiel: Marienkäfer, Schwebfliegen und Florfliegen vertilgen lästige Blattläuse.

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Unsere fleißigen Helfer:

Regenwuermer - geknipst mit einem Huawei P8 Lite

 

 

 

 

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