Wie Schneeglöckchen „funktionieren“

Habt Ihr Euch auch schon immer gefragt wie es so ein zartes Blümchen schafft als Erste zu blühen?

Snowdrop

Die „Technik“:

Im Sommer – während es sich „in die Zwiebel zurückgezogen hat“ – tankt das Schneeglöckchen Kraft für die nächste Saison. Im Winter wird das Biowärme-Kraftwerk aktiv und das bringt sogar Schnee zum Schmelzen. Damit sorgen sie automatisch selbst für Ihre Bewässerung. Deshalb hat man auch immer den Eindruck, sie würden auf grünen Inseln stehen. Ein festes Hochblatt wirkt wie ein warmer Wintermantel und schützt beim Austrieb. Zusätzlich enthält der Saft ein Frostschutzmittel auf einer Zuckerstoffbasis.

Dass sie leicht giftig sind, ist denke ich relativ bekannt.

Poesie:

Viele Geschichten ranken sich um die zarten Amaryllisgewächse,
z.B. wie der Schnee zu seiner Farbe kam.
Auch Hans Christian Andersen widmete ihm ein Märchen.

In England erzählt man sich, es seien in Blumen verwandelte Schneeflocken. Deshalb heißen sie dort auch Snowdrops.

Medizin:

Schneeglöckchen enthalten ein Mittel das zur Verzögerung von Alzheimer- und Demenzerkrankungen verwendet wird. Allerdings wird dieses inzwischen synthetisch hergestellt und somit die Pflänzchen verschont.

Was mir neu war:

in der Natur sind sie selten und geschützt. Dass man sowas nicht pflückt war mir klar. Aber selten?

Und zum Thema von Thomas neulich, „die spinnen die Briten“:

In England nahm die Galanthophilie (griechisch gala = Milch und anthos = Blüte) ihren Anfang. Dort werden Schneeglöckchen-Safaris* und Zwiebel-Tauschbörsen veranstaltet. Inzwischen ist dieser Volkssport auch schon auf andere Länder übergesprungen.

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* (Safari = Suaheli und heißt schlicht und ergreifend „Reise“)

Dekoidee mit Schneeglöckchen und anderen Zwiebelblühern: Link

Bereits im Januar fingen sie an bei uns herauszuschauen: Beitrag

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