Essbare Blüten

Gänseblümchen, Gundermannblüten und Ringelblumen (der Safran für arme Leute) sind eine prima Abwechslung im Salat oder Quark. Wer sich fürchtet kann z.B.

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Kapuzinerkresseblüten erst einmal panieren und in Fett herausbraten. Da ist die Hemmschwelle irgendwie geringer.

Lavendel und Rosenblütenblätter sind in Süßspeisen fein. Rosenblüten würde ich allerdings nicht vom Blumengeschäft verwenden da diese meist gespritzt sind. Besser aus dem eigenen Garten oder Bio kaufen. Für Tee gibt es getrocknete Rosenblütenblätter im Teeladen zu kaufen (Geheimtipp aus Tunesien).

Hollunderblüten sind in „Hollerküchla-Teig“ ein wahrer Gaumenschmaus. Auch in Sekt sollen die Hollerblüten nett aussehen, wobei ich davon ausgehe dass der Sekt dann schneller seine Kohlensäure verliert (außer man trinkt schneller 😎 ).

Auch eine nette Idee: Blumige Eiswürfel – Blüte in Eiswürfelform mit Wasser oder klarem Saft einfrieren.

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Ich persönlich achte hier auch auf das sog. Mouthfeeling. D.h. ich empfinde Rosenblütenblätter im Apfelgelee wie Fremdkörper (fester Gummi) da die Konsistenz so unterschiedlich ist. Im Kuchen stören mich die bunten Farbtupfer hingegen nicht.

Brennnesselsamen (auch wenn die Kategorie hier Blüten heißt) schmecken übrigens nussig und sind eine nette Ergänzung auf jedem Salat anstelle von teuren Croûtons. Ich röste sie kurz in einer antihaftbeschichteten Pfanne an, dann sind sie schön knusprig.

Borretsch ist farblich einfach unglaublich:KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERADie blauen und lila Blüten geben Kartoffeln mit Quark noch einen hübschen Farbklecks.

Von Knoblauchsrauke und Löwenzahn sind auch die grünen Blätter genießbar. Allerdings bevorzuge ich die eher jungen Blätter, die Großen bekommen meine Hasen.

Zu diesem Thema gibt es übrigens auch einige Bücher:

Essbare Blüten: Bunte Rezepte für Speisen und Getränke

Gesund mit essbaren Blüten: Immunstärkend, stimmungsaufhellend, schmerzstillend

Blütenküche: Farbenfroh – dekorativ – lecker

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2 Responses to Essbare Blüten

  • Interessanter Beitrag mit vielen Inspirations, Dekorations- und Variationstips.
    Essbare Blüten finden sich ja vermehrt in der „gehobenen“ Gastronomie – wer kann sich das aber leisten :-(.
    Da kommen Deine Tips gerade recht 😛 .
    Besonders die Verarbeitung von Rosenblättern in Süßwaren finde ich persönlich sehr lecker.
    Löwenzahn und Co. sind ja auch gleichzeitig ein „Säurewecker“ und können so eine Mahlzeit bekömmlicher werden lassen.
    Eine „Blumensuppe“ ist eine schöne Variate für das Auge.

    • Blütensuppe für 2 Personen’Zutaten
      4 Kartoffel(n)
      2 Zwiebel(n)
      2 Möhre(n)
      50 g Brennnesseln, junge Blätter
      50 g Gänseblümchen, die grünen Blätter direkt über dem Boden )
      1 Handvoll Gänseblümchen (Blüten)
      Salz und Pfeffer
      Butter
      750 ml Wasser

      Zubereitung

      Arbeitszeit: ca. 20 Min. / Schwierigkeitsgrad: simpel / Brennwert p. P.: keine Angabe
      Kartoffeln, Zwiebeln und Möhren in Würfel, die Brennessel- und Gänsblümchenblätter in Streifen schneiden.

      Dann Zwiebeln, Möhren und die grünen Blätter in Butter anschwitzen, mit Wasser auffüllen und die Kartoffeln zufügen, würzen. Wenn das Gemüse gar ist, abschmecken.

      Vor dem Servieren die Suppe mit Gänseblümchenblüten dekorieren.

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