Gut Mist will Weile haben

Faulender Mist lockt Insekten und regt sie zur Eiablage an.
Wer will sowas an seinem Gemüse haben?
Daher: Mist erst einmal reifen lassen…

Möhren mögen keinen frischen Mist

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Bereits im Jahre 1951 schrieb Dr. Gustav Rohde eine Abhandlung über Frischmist. Durch das Einbringen von Frischmist sollen viele Bodenlebewesen schwer geschädigt werden. Der faulende Mist bleibt wie ein Fremdkörper im Boden liegen und wird allmählich durch misteigene Lebewesen  wie z.B. Fäulnisbakterien, Milben, Fliegenmaden und Käferlaven verwertet.

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Für Mist-liebende Pflanzen wie Tomaten, Erdbeeren und Rosen sollte der Mist also vorher etwas „gereift“ sein.

Er sollte mehrmals im Jahr gewendet werden damit er Luft bekommt. Fertig ist er wenn er kompostiert aussieht. Riecht er sauer sollte man seine Technik überdenken. Riecht er ähnlich wie Waldboden oder Erde ist er perfekt.

Da ich erst letztes Jahr mit der Hasenhaltung begonnen habe, war „mein Mist“ noch relativ frisch wie ich ihn in die Tomatenkübel gefüllt hab‘. Den Tomaten hat es trotzdem gefallen. Allerdings hängen Tomaten in der Höhe. Bei Erdbeeren wäre ich wegen des Bodenkontakts etwas vorsichtiger.

Bei der Gartengestaltung wäre es wichtig zu planen welche Pflanzen welchen Bedarf haben, also zu kucken wo länger nicht mit Mist gedüngt wurde, und wo gerade relativ frischer Mist drin ist. Vielleicht habt Ihr schon mal von Dreifelderwirtschaft gehört.

Möhren zum Beispiel mögen frischen Mist grundsätzlich überhaupt nicht.

 

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