Zeckengefahr auch im Winter!

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Zecken sind Parasiten (Schmarotzer) die zu den Spinnentieren bzw. zu den Milben gehören, was man z.B. an ihren acht Beinen erkennt. Leider gibt es hier viele Ammenmärchen die sich hartnäckig bis heute halten. Früher glaubte man Zecken würden von Bäumen fallen und im Winter besteht keine Gefahr eines Bisses.
Dieses gefährliche Halbwissen ist längst überholt!

 

Falschinformation Nr. 1 – Zecken lassen sich von Bäumen fallen:

Der bei uns heimische „Gemeine Holzbock“ (eine Sorte von weltweit rund 800) klettert am liebsten auf Gräser und Büsche – bis zu 1,50m hoch und wird im Vorbeigehen abgestreift.

Fehlinfo Nr. 2 – im Winter besteht keine Gefahr eines Zeckenstichs:

Zecken mögen es gern feucht und warm. Daher geht die Zeckensaison normalerweise in Mitteleuropa von Ende Februar/März bis ca. Oktober/November. Nymphen (Vorstufe zur erwachsenen Zecke) und ausgewachsene Holzböcke werden aber schon oberhalb von 6–7 °C aktiv, was bei unseren milden Wintern schnell erreicht ist.

Eine Frau berichtete mir von einem Fall, bei dem der frisch geschlagene Weihnachtsbaum im Wohnzimmer „auftaute“, und die darauf befindliche Zecke wieder aktiv wurde.

Gerücht Nr. 3 – „Ich bin ja geimpft – dann bin ich ja sicher“:

Gegen FSME gibt es die sog. „Zeckenimpfung“, die aber nicht gegen Borellien hilft.

Zwar schrieb das www.aerzteblatt.de bereits im Mai diesen Jahres:
„Impfung gegen Borreliose – erste klinische Tests erfolgreich“
bis diese aber wirklich verfügbar ist kann es u.U. noch ein langer Weg sein.

Irrglaube Nr. 4 – die kreativen Entfernungsmethoden:

Vor dreißig Jahren – als man es noch nicht besser wusste – wurden Zecken mit Kleber, Essigwaschungen oder anderen seltsamen Methoden entfernt.

Dabei geben Sie aber noch mehr schädliche, krank machende Stoffe an ihr Opfer ab.

Das ist die aktuell empfohlene Methode:
Langsam und kontinuierlich die Zecke mit einer feinen Pinzette, einer Zeckenzange oder Zeckenkarte VOLLSTÄNDIG aus der Haut ziehen. Dabei die Zecke möglichst nicht quetschen und dicht am Mundwerkzeug (Saugrüssel) packen.

Auch vom Drehen während der Entfernung ist man inzwischen abgekommen.

Im Zweifelsfall und bei Rötungen immer den Arzt aufsuchen!

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Gegen Mückenstiche hat sich bei uns dieses Mittelchen bewährt: Bite Away.

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