Richtig gießen

Egal ob konventioneller Garten oder naturnaher Bauerngarten, man muss mehr oder weniger oft gießen. Wenn Ihr Euren Garten erst plant und anlegt, solltet Ihr Euch vorab schon mit der Frage beschäftigen. Gießt man mit kaltem Leitungswasser ist dies nicht nur teurer, sondern kann auch zu einem Kälteschock führen der eine Hemmung des Wachstums zur Folge haben kann.

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Regenwasser (enthält weniger Kalk) und Brunnenwasser sind kostenlos und können z.B. auch in hübschen Steintrögen gesammelt oder mit schönen Pumpen befördert werden, kann also durchaus auch eine optische Bereicherung sein. Bevor wir hierher zogen hatten wir die typischen blauen und grünen Regentonnen, die zwar nicht hübsch aber sehr praktisch und mobil sind.

Wir haben z.B. eine relativ hässliche Tiertränke (Photos siehe unten) die ich seitlich mit Blumen dekoriere, eine ehemalige Güllegrube – die inzwischen blitzsauber ist – sowie eine alte 300 Liter Düngerspritze für den Traktor. Sinn und Zweck ist nicht nur das Sammeln des Wassers, sondern auch das „Anwärmen“. Mit Anwärmen meine ich natürlich nicht wirklich warm machen, sondern die Anpassung an die Umgebungstemperatur. Unser Brunnenwasser wird aus einer Tiefe von mehr als 7 Metern herauf befördert. Dies ist im Hochsommer definitiv zu kalt. Wir pumpen es also erst in die Tiertränke oder in die Traktorspritze.
Die Spritze steht höher als das Gemüsebeet, wodurch wir mit Hilfe von Unterdruck gießen können.

Auch der Bewässerungs-Zeitpunkt sollte gut gewählt sein.
Um zu starke Verdunstung oder ein Verbrennen der Pflanzen zu vermeiden sollte frühmorgens oder abends gegossen werden.

Wie und wo gießen:
gießt man von oben, werden viele Pflanzen fleckig. Gießt man mit einem zu starken Strahl kann man die Pflanzen sogar beschädigen, außerdem werden größere Mengen Wasser benötigt. Je mehr Fläche außen herum besprenkelt wird, desto wohler fühlen sich Schnecken. Daher bietet es sich an z.B. mit der Gießkanne gezielt am Fuß der Pflanzen zu bewässern. Wenn wir mit unserem Unterdruck-Schlauch aus der Traktorspritze gießen ist der Druck so gering dass damit nichts verletzt wird.

Dass starke Sonneneinstrahlung eine gewisse Verdunstung zur Folge hat ist logisch. Beschattet man offene Bodenflächen, lässt sich diese reduzieren:
Rindenmulch, Bodendecker oder Gründüngungen können hierzu beitragen.

Tipp für einen saftigen Rasen:
mäht man im Sommer das Gras zu kurz und zu oft, wird das Austrocknen des Bodens begünstigt. Die Wiese sieht dann häufig wie verbrannt aus obwohl man vielleicht die richtige Menge Wasser zur richtigen Zeit gesprengt hat.

Traumhaft finde ich persönlich Bewässerungssysteme die unterirdisch verlegt sind. Einfach Hahn aufdrehen und es wird automatisch dort gegossen wo die Pflanzen es am nötigsten haben und kaum was verdunstet: direkt an der Wurzel (gibt es auch mit Zeitschaltuhr). Das ist nicht nur etwas für faule Gärtner, sondern echt effektiv, intelligent und sparsam.

Mehr Infos zum Thema richtig gießen gibt es z.B. auch unter:
http://www.nabu.de/oekologischleben/balkonundgarten/gartenarbeit/00581.html

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA

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